
Das war nochmal ein echtes Highlight. Mit einem schwungvollen Konzert wurde die diesjährige Reihe von Gemeinschaftskonzerten der heimischen musischen Dinslakener Vereine beendet. Die beiden Bergbauvereine MGV Concordia des Bergwerks Lohberg 1916 und die Bergkapelle Niederrhein e.V. setzten mit ihrem vielseitigen Repertoire in der Kathrin-Türks-Halle einen Schlusspunkt zu dem erfolgreichen Angebot.
Die Konzertreihe, die die Stadt Dinslaken den heimischen musischen Vereinen ermöglicht, und die durch den Fachdienst Kultur und der Arbeitsgemeinschaft (AG) musischer Vereinigungen in Dinslaken 1985 organisiert wird, ist seit vielen Jahren fester Bestandteil im kulturellen Angebot der Stadt. Reinhard Hüsken fand als Vorsitzender der AG in seiner Begrüßung dementsprechend lobende Dankesworte an die Stadt Dinslaken, den Fachdienst Kultur, die Din-Event und alle beteiligten Helfer.
„Auf Kohle geboren“ war der Titel des abwechslungsreichen Konzerts, bei dem alle Sänger und Musiker die gesamte Konzertdauer auf der Bühne waren und somit Pausen durch Auf- und Abtritte ausblieben. Auch ein lockerer Programmablauf durch ständiges Wechseln der vortragenden Gruppen war so möglich. Und diese Lockerheit wurde sehr bald auf das Publikum übertragen.
Ein Song über den lebenswichtigen Gasgemischprüfer
Während der MGV Concordia unter der Leitung von Juri Dadiani in den ersten Liedern des Konzerts die alte Bergbautradition besang, wurde in den folgenden Stücken das Ende des Steinkohlenbergbaus thematisiert. Reinhold Kämmerer, als Komponist, Texter und MGV-Sänger brachte in seinen Liedern „Auf Kohle geboren“ und „Letzter Wagen, letzte Schicht“ das Ende der 100-jährigen Bergbautradition in Dinslaken auf den Punkt. Und „Der Wettermann“, ein Lied mit der Melodie von „The Wellerman“, das von der MGV-Vizechorleiterin Kerstin Siewek umgetextet wurde, beschrieb den wichtigen Auftrag des Gasgemischprüfers unter Tage.
Nach jedem Vortrag des MGV Concordia folgte ein Auftritt der Bergkapelle Niederrhein. Unter seinem musikalischen Leiter Helmut Nowok sorgte die 26-köpfige, mit Blechbläsern, Klarinetten und Schlagzeug besetzte Kapelle, für Schwung und Begeisterung. Dabei wurden viele Klassiker zu Gehör gebracht und wiederholt das Publikum mittels Klatschrhythmus animiert mitzumachen.